| Porträt |
Dietrich Bonhoeffer |
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Telegramm |
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04.02.1906 |
Geburt in Breslau | |
| 1931 | Studentenpfarrer und Privatdozent in Berlin | |
| 1934 | beratendes Mitglied des Ökomenischen Rates | |
| 1935 | Leiter des (illegalen) Predigerseminars der Bekennenden Kirche in Finkenwalde | |
| 1937 | Werk "Nachfolge" | |
| 1941 | Rede- und Schreibverbot; schloß sich politischen Widerstandsbewegung um Canaris an | |
| 5.3.1943 | Verhaftung | |
| 09.04.1945 | Ermordung im KZ Flossenbürg | |
| 1951 | Werk "Widerstand und Ergebung" | |
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Stationen seines Lebens |
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Dietrich Bonhoeffer war ein außergewöhnlicher Mann. Im "Dritten Reich" übte er nicht nur passiven, sondern auch aktiven Widerstand aus. Als Theologieprofessor versuchte er "seine Kirche" zu verwirklichen, indem er 1933 zusammen mit einigen anderen aus der "gleichgeschalteten" Staatskirche austrat und die "Bekennende Kirche" (staatsunabhängig) gründete. 1940 rückte Bonhoeffer in den politischen Widerstand und begann konspirative Tätigkeiten als Kurier in der "Abwehr". 1943 wurde er verhaftet, einen Monat vor Ende des Krieges wurde er im KZ Flossenbürg am 9.4.1945 umgebracht. Als Sohn einer wohlhabenden, gutbürgerlichen Familie
wird Dietrich Bonhoeffer am 4.2.1906 in Breslau geboren. Er hat eine
schöne und aussichtsreiche Kindheit, die heftigst unterbrochen wird
vom Ausbruch des 1. Weltkriegs. Denn gegen Ende des Krieges spürt
auch die Familie Bonhoeffer die Auswirkungen des Kriegs. Nach seiner Rückkehr im Juni 1931
wird er Privatdozent und Hilfsprediger am Prenzlauer Berg in Berlin
und Jugendsekretär des Weltbundes für Freundschaftsarbeit der
Kirchen. Bonhoeffer beteiligt sich am Aufbau einer kirchlichen
Opposition gegen die Gleichschaltungsversuche des Staates, als 1933
Hitler an die Macht kommt. Im Oktober übernimmt er ein Pfarramt in
London. Ein Jahr später nimmt er an der Ökumenischen Konferenz in
Fanö teil. Bonhoeffer scheint Glück zu haben, als er 1939 eine Einladung zur Übernahme einer Gastdozentur in New York erhält. Doch lassen ihn Gewissensbisse gegenüber seinen zurückgebliebenen Mitstreitern schon drei Wochen später wieder nach Deutschland fahren. Zur großen Überraschung seiner Freunde und Verwandten tritt er 1940 in die staatliche Organisation "Abwehr" ein, um seinen Wehrdienst zu erfüllen. Dort beginnt er konspirative Tätigkeiten und fängt an zusammen mit seinem Schwager Hans von Dohnanyi und gedeckt durch Admiral Wilhelm Canaris den Umsturz zu planen. Der sonst so verschlossene Bonhoeffer "taut" in diesen Jahren immer mehr auf und verlobt sich 1943 sogar mit Maria von Wedemeyer. Im April wird er verhaftet, doch kann man ihm zunächst nicht Hoch-und Landesverrat anhängen, die Beweise sind zu gut verwischt. Im Wehrmachtsgefängnis Berlin-Tegel schreibt er Briefe und Aufzeichnungen, die 1951 als "Widerstand und Ergebung" herausgegeben werden. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler und dem Fund der "Zossener Akten" (u.a. Tagebücher von Canaris) wird Bonhoeffer in den Gestapokeller überführt. 1945 scheint er schon gerettet zu sein, als er aus dem KZ Buchenwald nach Schönberg abtransportiert wird. Doch kommt er kurze Zeit später in das KZ Flossenbürg, wo er einen Monat vor Ende des 2. Weltkrieges nach einem Schnellverfahren durch ein sogenanntes SS-Standgericht zusammen mit fünf weiteren Angehörigen seiner Widerstandsgruppe erhängt wird. |